Neues Projekt für Seeligerracing

Nach vielen erfolgreichen Rallycross-Jahren hat Seeligerracing seine beiden Ford Fiesta ST verkauft. Trotzdem hat das Team alle Hände voll zu tun, denn ein potenter Nachfolger steht schon in der Garage und wartet auf seinen ersten Einsatz.
Nachdem der Fiesta von Sven Seeliger bereits vor der Saison verkauft worden war, fand nun auch der Bolide von Benett Zobel ein neues Zuhause. „Ich habe den Wagen mit einem lachenden und einem weinenden Auge abgegeben“ erklärt Zobel, der das Auto von Grund auf selbst aufgebaut und stetig verbessert hatte. Er führte es zum Klassensieg und zur Bronzemedaille in der Deutschen Rallycross Meisterschaft 2025 (DRX). Da trennt man sich ungern, aber Zeit und Geld fließen nun in das neue Projekt des Teams, dass sich einen Ford Fiesta MK7 mit Allradantrieb und Turboaufladung in die Werkstatt geholt hat.
„Das neue Auto ist technisch wirklich sehr anspruchsvoll und kostspielig, ein Rallycross-Supercar verzeiht keine Fehler. Wir sind derzeit dabei, alles bis ins kleinste Detail kennenzulernen, zu revidieren und zu optimieren.“ Sagt Sven Seeliger, der auch bei seinem neuen Projekt auf Perfektion setzt und nichts dem Zufall überlässt.
Das Hauptaugenmerk liegt in diesem Jahr auf Seeliger, der in der Supercar-Kategorie an den Start gehen wird. Allerdings steht noch keine komplette Saison im Terminkalender, das erste Jahr mit neuem Auto wird ein reines Testprogramm beinhalten. Ausgewählte Rennen in verschiedenen internationalen Meisterschaften sind geplant, um möglichst viele wertvolle Erkenntnisse zu erlangen und Erfahrung mit dem neuen Rennwagen zu sammeln.
Die Teilnahme am Saisonhighlight der RallyX auf dem Estering in Buxtehude, welches im August ausgetragen wird, steht für das Team bereits fest. „Wenn wir den finanziellen Aufwand abschätzen können, stehen weitere Events auf dem Plan. Auch Trainingsveranstaltungen wollen wir wahrnehmen, wenn das zeitlich passt“ erklärt Zobel und nimmt die nächste Frage gleich vorweg: „Ich habe selbst auch vor, den neuen Fiesta einmal zu fahren. Sofern alles klappt, starte ich damit bei einem Rennen zur Deutschen Rallycross Meisterschaft“ so der Rethemer, der diesmal nicht die gesamte DRX Saison bestreiten wird.
„Wir wollen einen Schritt weiter gehen und bei einer internationalen Meisterschaft teilnehmen. Das Punktesystem der DRX überzeugt mich derzeit nicht: ich will in einer Meisterschaft um Titel kämpfen, in der ich mich im direkten Duell gegen die Kontrahenten durchsetzen muss. In der DRX werden mehrere Klassen gemeinsam gewertet, da wusste man nie, wo man steht, obwohl mal selbst sein Finale gewonnen hat.“ Sagt Zobel.
Doch bevor diese Pläne in die Tat umgesetzt werden können, stehen noch etliche Werkstattstunden an.























